oder auf einmal die Wände verliess und damit durch die Vermehrung der Gasmenge anfangs den Spannungscoefficient zu gross finden liess. Dass dies noch nicht erklärte Phänomen zuweilen Statt hat, ist schon früher von Pouillet bei Platinwänden beobachtet und neuerdings von Herwig durch seine Untersuchungen über Aether und Alkohol u. s. w. in gläsernen Gefässen bestätigt worden.1)
Man sollte erwarten, dass, wenn bei bestimmter Temperatur das auf den Wänden verdichtete Gas dieselben verlassen hat, von diesem Augenblick an eine unveränderliche Menge in dem unveränderlichen Räume sich befindet, und dass dem-gemäss der Spannungscoefficient von da an constant sein müsse. Nun giebt Regnault zwar an, dass er fortwährend abnimmt, sodass er zwischen 0 und 98,12° gleich ist 0,003 825 l und zwischen 0 und 310,31 ° zu dem Werth 0,003 789 3 herab-sinkt, wobei Eegnault noch die Erwartung ausspricht, dass da der mittlere Coefficient schon so stark abnehme, der wahre noch in viel höherem Grade dies thun müsste. Diese Erwartung ist jedoch nicht richtig. Sucht man nach ßegnault's Beobachtungen den wahren Coefficienten, nicht den mittleren, so findet man von 98,12° an, bis zu welcher Temperatur die beiden Thermometer zusammengingen, einen unveränderlichen kleineren Coefficienten. Dabei ist diese Constanz von ccp über 98,12° so vollkommen, dass in dem Gang dieser beiden Thermometer mehr Uebereinstimmung vorhanden ist, als bei irgend anderen von Regnault der Untersuchung unterworfenen.
Eine einfache Berechnung wird dies beweisen. Sei t die Temperatur, bis zu der die Thermometer zusammengingen, und sp der zwischen 0 und t für schweflige Säure angenommene Spannungscoefficient, dann ist:
p P
m _£.LIL±_L _ 8 t
U) PO -V
Zeigt das Thermometer mit schwefliger Säure eine Spannung P', so wird die zugehörige Temperatur tr berechnet aus:
l) Dass der letzterwähnte Factor, die Vaporhäsion, die erwähnten Abweichungen hauptsächlich verursachte, dürfte wohl unzweifelhaft sein. Chappius(Wied. Ann. 8, p. l; corrig. 671, 1879)findet, dass auf 1,6753 qm Glasoberfläche zwischen 0 und 180° sich 1,03 ccm oder auf l qmm Ober-Bäche 0,00059 cmm schwefliger Säure loslösen. Der Uebersetzer.