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bringen.1) Allerdings sind dies keine Vorbilder für eigentliche Dämpfe; aber doch muss man diese Versuche als eine wichtige Stütze der hier entwickelten Theorie, dass Flüssigkeiten und Dämpfe keine .qualitativ verschiedenen Aggregatzustände sind, betrachten.

Die Betrachtungen über die potentielle Energie einer Flüssigkeit dieses Kapitels sind nur richtig unter der Voraussetzung: 1. dass die Dichte bis zur äussersten Grenze-coustant sei; 2. dass die Flüssigkeit nur vom leeren Raum unigeben sei- 3. dass der Moleculardruck nicht von der Temperatur abhänge.

Im zweiten Theile dieser Schrift werden die capillaren Erscheinungen mehr exact behandelt werden.

Fünftes Kapitel.

Einfluss der Zusammensetzung der Moleciile.

Bis jetzt betrachteten wir die Molecüle stets als Massenpunkte und führten damit eine Vereinfachung ein, die mit den Erscheinungen in Wirklichkeit in Widerspruch steht. Wir müssen nunmehr nach zwei Richtungen hin eine Correction anzubringen suchen. Zuerst ist das Molecül wieder als ein Aggregat zu betrachten, das aus Atomen, eben so wie die Materie aus Molecülen, aufgebaut wird. Höchstwahrscheinlich wird das Molecül, wenn wir in dieser Beziehung eine Betrachtung anstellen wollen, mit dem festen. Zustande verglichen werden müssen. Nach den neueren Ansichten in der Chemie ist die Stelle, die ein Atom im Molecül einnimmt, von hinreichendem Einfluss, um verschiedene isomere Gruppirungen zu veranlassen, und wird dieselbe somit eine bestimmte sein müssen. Als Folge dieser Zusammensetzung des Molecüls treten innere Kräfte auf, die wir bis jetzt, da wir nur Massenpunkte betracli-

*) Zu den durch Bosscha auf diesem Oobiete bekannt gewordenen Erscheinungen kann ich die folgende Bemerkung fügen. In angefeuchteten Capillarröhren bekommen Nebel gerade wie Qucc'.ksilber eine Menis-cus und werden niedergedrückt. -

Besonders deutlich ist. dies Erscheinung, wenn einer der Arme.einer U-Röhre trocken, der andere angefeuchtet ist.